PutzBuddy Ratgeber

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Thema: Schimmel

Was ist Schimmel? Und wie entsteht er?

Was ist Schimmel?

Schimmel ist ein Pilz, genauer ein Mikroorganismus, der auf Feuchtigkeit und organischem Material wächst.

Kurz gesagt:

  • Es handelt sich um kleine Sporen, die in der Luft schweben.
  • Treffen diese Sporen auf eine feuchte Stelle, beginnen sie zu wachsen und sich auszubreiten.
  • Schimmel kann verschiedene Farben haben: schwarz, grün, grau oder weiß.

 

Wie entsteht Schimmel?

Schimmel braucht drei Dinge, um zu wachsen:

  1. Feuchtigkeit - Durch Kondenswasser, Wasserschäden, hohe Luftfeuchtigkeit.
  2. Nährboden - Schimmel wächst auf fast allen Oberflächen: Tapeten, Holz, Putz, Textilien oder Lebensmittel.
  3. Wärme & Luftstau - Ideal sind Temperaturen zwischen 20–30 °C und schlecht belüftete Ecken oder hinter Möbeln.

Typischer Ablauf

  1. Sporen setzen sich auf einer feuchten Fläche ab.
  2. Sie beginnen, kleine Fäden (Hyphen) zu bilden.
  3. Diese Fäden breiten sich aus, bilden das sichtbare Schimmelwachstum.
  4. Die Sporen brechen ab und verbreiten sich weiter in der Luft.

Schimmel ist ein Pilz, der auf feuchten Flächen wächst, weil er dort Nährstoffe, Wärme und Feuchtigkeit findet.

Wo tritt Schimmel besonders häufig auf?

Schimmel entsteht in der Wohnung überall dort, wo Feuchtigkeit, Wärme und wenig Luftzirkulation zusammenkommen.

Typische Stellen für Schimmel in der Wohnung:

Badezimmer:

  • Fugen in Dusche & Badewanne
  • Decken und Ecken
  • hinter Waschmaschine oder Schrank
    ➡️ hohe Luftfeuchtigkeit durch Duschen

Küche:

  • hinter und unter Küchenschränken
  • an Außenwänden
  • rund um Spüle & Kühlschrank
    ➡️ Dampf beim Kochen

Fenster & Fensterrahmen:

  • Fensterdichtungen
  • Fensterbänke
    ➡️ Kondenswasser durch Temperaturunterschiede

Wohn- & Schlafzimmer:

  • Außenwände
  • hinter Möbeln
  • Raumecken
    ➡️ wenig Luftzirkulation

Keller & Abstellräume:

  • Wände und Decken
  • am Boden
    ➡️ hohe Grundfeuchte

Nach Wasserschäden:

  • unter Tapeten
  • in Wänden
  • unter Böden
    ➡️ oft unsichtbarer Schimmel

Kurz gesagt:

Schimmel entsteht dort, wo Feuchtigkeit nicht richtig abtrocknet.

Wie gefährlich ist Schimmel für die Gesundheit?

Schimmel kann gesundheitliche Probleme verursachen, besonders wenn er lange Zeit oder stark in der Wohnung wächst. Die Gefahr hängt von Schimmelart, Menge und persönlicher Empfindlichkeit ab.

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen:

1. Allergische Reaktionen

  • Niesen, laufende Nase
  • Husten, Atembeschwerden
  • Juckende Augen oder Haut
    ➡️ Besonders häufig bei Hausstaub- oder Schimmelallergikern

2. Atemwegsprobleme

  • Reizhusten
  • Bronchitis oder Asthma-Anfälle
  • Verschlimmerung von bestehenden Atemwegserkrankungen

3. Reizung von Haut, Augen oder Schleimhäuten

  • Rötungen oder Juckreiz
  • Brennendes Gefühl in Augen, Nase oder Rachen

4. Immunsystem

  • Bei sehr empfindlichen oder kranken Personen kann starker Schimmel das Immunsystem belasten

Wer besonders gefährdet ist:

  • Kinder
  • Ältere Menschen
  • Personen mit Asthma oder geschwächtem Immunsystem

Wichtig:

  • Nicht jeder Schimmel ist giftig, aber gesundheitliche Risiken bestehen bei längerem Kontakt.
  • Deshalb gilt: Schimmel immer entfernen oder professionell sanieren
Wie kann ich Schimmel vorbeugen?

1. Richtig lüften

  • Mehrmals täglich stoßlüften (5–10 Minuten) – besonders nach Kochen oder Duschen
  • Fenster weit öffnen, nicht nur kippen
  • Querlüftung, also Fenster auf gegenüberliegenden Seiten öffnen

2. Heizen & Temperatur

  • Räume gleichmäßig warm halten (ca. 18–22 °C in Wohnräumen, 16 °C in Schlafzimmer/Keller)
  • Nie dauerhaft auskühlen lassen – kalte Wände begünstigen Kondenswasser

3. Luftfeuchtigkeit kontrollieren

  • Ideale Luftfeuchtigkeit: 40–60 %
  • Hygrometer nutzen, um Feuchtigkeit zu messen
  • Wäsche möglichst nicht in Wohnräumen trocknen
  • Badezimmer nach dem Duschen trocken wischen

4. Möbel richtig platzieren

  • Möbel nicht direkt an Außenwände stellen – Abstand 5–10 cm
  • Hinter Schränken & Betten regelmäßig Luft zirkulieren lassen

5. Feuchtigkeitsquellen vermeiden

  • Undichte Wasserleitungen, tropfende Dächer oder Fenster reparieren
  • Kondenswasser an Fenstern regelmäßig abwischen
  • Wasserschäden sofort trocknen

6. Oberflächen sauber halten

  • Tapeten, Fliesenfugen und Holzflächen trocken halten
  • Schimmelresistente Farbe oder Tapeten in Feuchträumen verwenden

Kurz gesagt:

Schimmel vorbeugen = richtig lüften, heizen, Feuchtigkeit kontrollieren, Möbel clever platzieren und Schäden sofort beheben.